Bosnien im Juni

IMG_0501

Wasserfälle der Una

 

Fast genau vor einem Jahr, hatte ich während unserer Europareise die Chance Bosnien zum ersten Mal zu bereisen. Nur eine gute Flugstunde entfernt von München liegt Bosnien quasi mitten in Europa. Als Reiseziel ist es dennoch nicht bekannt.
Ein Land, dessen harte Zeiten so kurz zurück liegen, dass die Schatten bis ins Jetzt reichen.

Armut, kaputte Straßen, gesellschaftliche Zerissenheit und eine Politik, die dem Ganzen nicht so richtig Herr werden kann oder will.

IMG_2931

Markt in Sanski Most

 

IMG_2927

Überquert man die Grenze von Kroatien, so fallen sofort die vielen verlassenen Häuseruinen auf. Häuser mit Einschusslöchern. Die Spuren des Krieges verschwinden nur sehr langsam. Ein allgegenwärtiges Mahnmal.

Die, dies es sich leisten können und noch genug Energie besitzen versuchen ihr Glück im Ausland. Zurück bleibt wer nicht anders kann oder bewusst an einer Besserung arbeiten will. So auch die Menschen im Centar Fenix, einer Einrichtung der Heidehof Stiftung Stuttgart, die wir für drei Tage besuchen durften.

IMG_0479

Neben einer Küche für arme, hungernde Menschen, einem Essenservice für Haushalte, einer Wäscherei und einem landwirtschaftlichen Bereich, betreibt die Einrichtung erfolgreich einen Kindergarten und ein Altenheim.

IMG_0480

Streunende Hunde gibt es in Bosnien an jeder Straßenecke.

 

Die Wege sind lang in Bosnien und die Straßen oft schlecht. Man brauch also Zeit, doch die Fahrt durch die Landschaft ist selten langweilig. Weite Täler, viel Wald, glasklare Flüße und spannende Ortschaften.

IMG_2902

Una

 

Ich kann eine Reise in dieses Land wirklich empfehlen. Speziell für Naturliebhaber hat Bosnien viel zu bieten. Auch Zarajevo ist absolut ein Besuch wert.

Zurück ging es dann über Slowenien mit einem kurzen Stop in Ljubljana und die schöne österreichische Berglandschaft.

IMG_2943