Von der Atlantikküste zum Mont Ventoux und ans Matterhorn

In der Hoffnung auf ein paar Wellen ging es erst non-stop an den Atlantik. Dort war ich mit meiner Nichte zum Sandburgbauen verabredet. Also, keine Zeit verschwenden.

Wie es so ist im August, lässt einen der Swell gern mal hängen. Die Zeit vertrieben wir uns am Strand, beim joggen oder beim Lesen.

Nach einer guten Woche hatte ich genug gesehen und entschied mich in Richtung Schweizer Alpen zu fahren. Einen Zwischenstopp legte ich am sagenumwobenen Mont Ventoux ein, den ich aber mit dem Van befahren habe.

Es ist wirklich erstaunlich wie exponiert, schroff und majestätisch dieser Berg da steht. Oben erinnert er an eine Mondlandschaft und es bläst ein unerbittlicher Wind. In der Ferne lassen sich bereits die Alpen erahnen.

Von hier ging es dann weiter über Grenoble und Chamonix, durch den Mont-Blanc-Tunnel. Auf der südlichen Seite des Mont-Blanc-Massivs liegt direkt am Fuß der toller Campingplatz „La Sorgente“, mein Schlafplatz.

Am nächsten Morgen fuhr ich früh los, da das Wetter gegen Nachmittag schlechter werden sollte und ich wollte früh auf den Berg, um einen ungetrübten Blick auf das Matterhorn zu erhaschen.

Im Tal hatte ich freie Sicht, doch schon nach wenigen Höhenmetern zog der Himmel zu. Eigentlich wollte ich zum Refugio Teodulo aufsteigen, aber das Wetter machte mir einen Strich durch die Rechnung. Nach 3 Stunden fing es an zu regnen und die Temperaturen sanken bei leichtem Wind auf 1 C. So machte ich mich an den Abstieg, ich muss wohl wiederkommen.

Durch den Tunnel Gran San Bernardo fuhr ich am Nachmittag in Richtung des Aletschgletscher.